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    Wie viel Gehalt bekomme ich als Sportmanager, wenn ich im Sportbusiness arbeite? Die Antwort ist klar: unterschiedlich. Und alles andere als eine differenzierte Antwort wäre auch unseriös – denn die Einkommensunterschiede in der Sportbusiness-Branche sind immens. Deswegen geben wir Euch zur Orientierung einen Überblick über die Gehälter im Sportbusiness.

    Nicht jeder gehaltvolle Job garantiert ein angemessenes Gehalt. Und umgekehrt ist sicher auch nicht jeder Verdienst verdient. Beides gilt auch für die Sportbusiness-Branche. Denn engagierte Sportmanager von kleineren Vereinen oder Verbänden – besonders außerhalb der populären und finanzpotenten Sportarten wie Fußball, Golf und Tennis – bekommen gemessen an Managern in der freien Wirtschaft einen Bruchteil an Gehalt. Dagegen wird durchaus die Frage erlaubt sein, ob die dreistelligen Millionenbeträge, die für die Top-Fußballer feilgeboten werden, nicht vollends absurd sind. Diese Meinung drängt sich zumindest dann schnell auf, wenn man mal die Arbeit eines Krankenpflegers und dessen Gehaltsabrechnung gesehen hat.

    Klar ist in einer freien Marktwirtschaft, dass bei großer Nachfrage – siehe Fußball – großes Geld gemacht werden kann. Und richtig ist, dass die Top-Manager im deutschen Fußball Millionen verdienen. Die Watzkes, Rummenigges und Eberls der Branche könnten vermutlich sofort in die Rente wechseln. Doch das sind nur die oberen drei Prozent. Die restlichen 97 Prozent der im Sportbusiness tätigen Menschen verdienen zwar auch überwiegend gutes Geld – nur sollte man bei den Verdienstaussichten und Karriereperspektiven realistisch sein. Nur die wenigsten werden Eberls – und die allerwenigsten Rummenigges.

    Tiefe Einblicke

    Tiefe Einblicke in die Gehälter der Top-Sportmanager gibt die aktuelle „Gehaltstudie Sport Business“, in der die Forschungs- und Beratungsgruppe Goldmedia 2000 Führungskräfte der ersten, zweiten und dritten Ebene von Vereinen, Verbänden, Agenturen sonstigen „Playern“ nach ihren Einkommen gefragt hat. Demzufolge werden die höchsten Gehälter im Bereich Sportsponsoring gezahlt: durchschnittlich 295.000 Euro pro Jahr. Auf Platz zwei kommen die Führungskräfte der Proficlubs – vor allem der Clubs aus den Sportarten wie Fußball, Handball, Eishockey und Basketball – mit 280.000 Euro. Schlusslicht sind die Service-Provider mit immerhin noch stolzen 154.000 Euro.

    In der Studie werden die Gehälter auch nach einzelnen Ligen ausgesplittet. Top-Sportmanager der Fußball-Bundesliga kommen demnach auf satte 452.000 Euro. In der 2. Bundesliga sind es 153.000 Euro, in Liga 3 „nur“ noch 94.000 Euro. Spannend ist die Betrachtung in Bezug auf die Berufserfahrung. Führungskräfte mit über 15 Jahren Berufserfahrung kassieren laut Umfrage 281.000 Euro. Berufseinsteiger 71.000 Euro. Aber wer steigt schon direkt als Führungskraft ein? Und wie und mit welchem Gehalt steigt man dann ein?

    "Wer viel kann und viel Gutes leistet, wird auch tendenziell besser bezahlt."

    Realistisch bleiben

    Fangen wir nochmal von vorne an. Aber anders: Wechseln wir die Sportart! Stellen Sie sich vor, Sie machen Ihr Hobby „Schrauben“ zum Beruf. Während der Schule haben Sie an Ihrem Mofa gebastelt und die Bastelei dann mit dem ersten Auto fortgesetzt. Nach Ihrem Studium zum Mechatroniker sind Sie in die Automobilbranche eingestiegen und haben von da an jede Nacht davon geträumt: „Ich will unbedingt wie Piëch, Bara oder Uchiyamada – und vor allem: reich.“

    Aber wollen Sie wirklich Chef von VW, General Motors oder Toyota werden? Nein, denn Sie wollen ja im Sport arbeiten. Die genannten Profimanager haben aber vieles gemeinsam mit den genannten Bundesligagrößen: Erreichbarkeit rund um die Uhr, wenig Privatsphäre, viel Last – oder, positiv formuliert: Verantwortung – sowie unzumutbare Abstriche im Freizeitbereich. Wer sich also mit dem Thema „Wie viel Gehalt Manager im Sportbusiness verdienen“ auseinandersetzt, muss sich erst einmal die Frage stellen, wie viel man bereit ist, zu investieren. Denn der Sport als Berufsfeld bringt dann Arbeit, wenn sich andere amüsieren oder selbst Sport treiben. Daher muss die Bereitschaft vorhanden sein, nicht im „Nine to Five“-Modus zu denken. Der Weg zu den absoluten Spitzengehältern ist sehr lang und sicher eine aufregende Berg- und Talfahrt.

    Werden wir noch realistischer

    Bevor der Mindestlohn umgesetzt wurde, verdienten viele frisch gebackene Akademiker aus dem Bereich Sportmanagement bis zur ersten wirklichen Festanstellung „einen Appel und ein Ei“. Die Arbeitgeber nutzten das Überangebot an fähigen Absolventen und lernten im Rahmen der Praktika die Menschen besser kennen. Sie nutzten friedfertig das System „billige Arbeitskraft“ vor allem auch als Recruiting-Tool. Mit dem Mindestlohn begann die Ausschreibungswelle und die Suche nach Pflichtpraktikanten, denn diese sind vom Mindestlohn ausgenommen. Ebenfalls duale Studenten, denn deren Zeit im Betrieb wird als Pflichtpraktikum anerkannt. Diese Bewegung, ausgelöst durch festgeschriebene 9,19 Euro pro geleistete Arbeitsstunde, führte dazu, dass Arbeitskräfte im Sportbusiness besser bezahlt werden. Dagegen steht aber das Hauptargument der Arbeitgeber, dass ein Arbeitsplatz im Sport stark nachgefragt ist und daher im Durchschnitt in anderen auch mehr Geld verdient werden kann.

    Klar ist in einer freien Marktwirtschaft, dass bei großer Nachfrage - siehe Fußball - großes Geld gemacht werden kann

    Gute Chancen mit guter Bildung

    Wie in allen Berufsbranchen gilt unter dem Strich aber auch für das Gehalt von Sportmanagern: Wer viel kann und viel Gutes leistet, wird auch tendenziell besser bezahlt. Gerade in einem so begehrten Feld wie Sportbusiness ist es daher unabdingbar, eine vernünftige, qualitativ hochwertige und in der Branche anerkannte Ausbildung beziehungsweise ein entsprechendes staatlich anerkanntes Studium zu absolvieren. Mit der richtigen Qualifikation ist es dann zumindest möglich, einer der Eberls, Watzkes und Rummenigges zu werden. Und durchaus realistisch, im Sportbusiness einen guten Job zu erhalten und ein ordentliches Gehalt zu verdienen.

    Dieser Artikel wurde vom Global Sports Insight-Team produziert.

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